Betreuung bei Long COVID

Long COVID & postvirale Erholung

Kontinuierliche Gesundheit und Langlebigkeit

Häufig gestellte Fragen

Long COVID, auch Post-COVID-19-Zustand genannt, bezeichnet Beschwerden, die nach der akuten Infektion fortbestehen oder neu auftreten und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können. Derzeit gibt es keinen einzelnen Test, der Long COVID bestätigt. Die Diagnose stützt sich auf die Krankengeschichte, das Beschwerdebild, die funktionellen Einschränkungen, geeignete Untersuchungen und den Ausschluss anderer kardialer, respiratorischer, neurologischer, endokriner oder autoimmuner Ursachen.

Wenn die Genesung nicht wie erwartet verläuft

Long COVID, auch Post-COVID-19-Zustand genannt, kann Beschwerden umfassen, die nach der ursprünglichen Infektion fortbestehen oder neu auftreten und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Erschöpfung, Atemnot und kognitive Einschränkungen, wobei mehr als 200 Symptome beschrieben wurden. Die Beschwerden können schwanken, wiederkehren oder sich nach körperlicher oder geistiger Belastung verstärken.

Für viele Betroffene liegt die Herausforderung nicht in einem einzelnen Symptom, sondern im Zusammenspiel mehrerer biologischer Systeme:

  • Immunregulation

  • Gefäss- und Endothelfunktion

  • Stabilität des autonomen Nervensystems

  • zelluläre Energieproduktion

  • neurologische Funktion

  • Schlaf und Erholung

  • entzündliche Signalwege

Long COVID ist ein sich entwickelndes Forschungsgebiet. Derzeit gibt es weder einen einzelnen diagnostischen Test noch eine allgemein wirksame Behandlung. Deshalb beginnt unser Ansatz beim einzelnen Menschen und nicht bei einem vordefinierten Protokoll.

Geschwungene Treppe im Elysium Institut

Long COVID kann mehrere Systeme betreffen

Energieproduktion & Beschwerden nach Belastung

Anhaltende Erschöpfung ist nicht immer gewöhnliche Müdigkeit. Manche Patientinnen und Patienten erleben nach vergleichsweise geringer körperlicher, kognitiver oder emotionaler Aktivität eine verzögerte Verschlechterung der Beschwerden. Unsere Abklärung berücksichtigt: Grundenergie und funktionelle Belastbarkeit; Verschlechterung der Beschwerden nach Belastung; mitochondriale und metabolische Marker; Schlafqualität und Erholung; Belastungstoleranz, wo klinisch angezeigt.

Immundysregulation & Entzündung

Studien deuten darauf hin, dass Long COVID bei bestimmten Untergruppen von Betroffenen mit anhaltender Immunaktivierung, Autoimmunität, veränderter zellulärer Immunität oder der Reaktivierung latenter Infektionen einhergehen kann. Diese Mechanismen liegen nicht bei allen Betroffenen vor und müssen individuell abgeklärt werden. Unsere diagnostische Beurteilung kann Folgendes umfassen: Entzündungsmarker; Immunzellprofile; relevante Autoantikörper; frühere Infektionen; Reaktivierung latenter Viren, wo klinisch angezeigt; Reaktionsmuster nach der Erstinfektion.

Kreislauf & Endothelfunktion

Das Endothel ist die innere Zellschicht der Blutgefässe. Mehrere Studien fanden bei einem Teil der Menschen mit Post-COVID-Beschwerden Hinweise auf eine anhaltende Funktionsstörung des Endothels und der Mikrozirkulation. Dies kann zu einer beeinträchtigten Durchblutung, verminderter Belastbarkeit und Herz-Kreislauf-Beschwerden beitragen. Die Abklärung kann Folgendes umfassen: Gefäss- und Endothelmarker; gerinnungsbezogene Messwerte; Blutdruck- und Herzfrequenzreaktion; Funktion der Mikrozirkulation; kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Autonome & kardiovaskuläre Stabilität

Manche Betroffene leiden unter Schwindel, Herzklopfen, Temperaturempfindlichkeit, verminderter Belastbarkeit oder Beschwerden, die sich im Stehen verstärken. Unsere Abklärung kann Folgendes umfassen: Herzfrequenz in Ruhe und im Stehen; Blutdruckreaktion; Beurteilung des Herzrhythmus; Erfassung autonomer Beschwerden; Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt; Überweisung zur kardiologischen Fachabklärung, falls erforderlich.

Kognitive & neurologische Funktion

Brain Fog, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, veränderter Schlaf und sensorische Beschwerden werden bei Long COVID häufig berichtet. Die Abklärung kann Folgendes berücksichtigen: kognitive Leistungsfähigkeit; Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit; Schlafqualität; neurologische Beschwerden; neuroinflammatorische und immunologische Einflussfaktoren; ernährungsbedingte oder metabolische Mängel.

Ein individueller Behandlungsansatz

Für Long COVID gibt es keine einzelne Behandlung. Im Elysium Institut wird jedes Programm auf Ihre Beschwerden, Ihre Diagnostik und Ihr Ansprechen auf die Behandlung abgestimmt. Der Ansatz kann Folgendes umfassen:

Stabilisierung

Unterstützung bei Energiemanagement, Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Nährstoffmängeln und Symptomkontrolle.

Sauerstoffversorgung und Unterstützung der Erholung

Wo angezeigt, können Therapien wie hyperbare Sauerstofftherapie, IHHT oder Infusionen Kreislauf, Sauerstoffversorgung und Erholungsfähigkeit unterstützen.

Unterstützung von Immunsystem und Entzündungsregulation

Gezielte Interventionen können in Betracht gezogen werden, wenn Tests relevante immunologische oder entzündliche Muster zeigen.

Apheresis⁺

Eine Apherese kann bei sorgfältig ausgewählten Patientinnen und Patienten in Betracht gezogen werden, ist jedoch keine belegte oder universelle Behandlung von Long COVID. Die Eignung erfordert eine ärztliche Abklärung, ein klares klinisches Ziel und eine fortlaufende Überwachung.