Hämoadsorption

Extrakorporales Verfahren, bei dem Blut über eine Adsorberkartusche geleitet wird, die bestimmte Stoffe wie Entzündungsbotenstoffe binden kann. Es wird vor allem in der Intensivmedizin eingesetzt; ob es für Sie in Frage kommt, wird ärztlich entschieden.

Was ist Hämoadsorption?

Bei der Hämoadsorption wird Blut in einem geschlossenen Kreislauf über eine Kartusche mit Adsorbermaterial geleitet und anschliessend in den Körper zurückgeführt. Je nach Adsorber werden mittelgrosse Moleküle gebunden, etwa Entzündungsbotenstoffe (Zytokine), Myoglobin oder Bilirubin. Anders als bei der Plasmapherese wird das Plasma dabei nicht von den Blutzellen getrennt.

Eingesetzt wird die Hämoadsorption vor allem in der Intensivmedizin – etwa bei schweren Entzündungsreaktionen, bei Herzoperationen oder bei bestimmten Vergiftungen. Sie kann die Konzentration der gebundenen Stoffe im Blut senken. Ein Vorteil für das Überleben ist in randomisierten Studien bisher nicht belegt; eine Auswertung dieser Studien fand sogar Hinweise auf mögliche Nachteile (Heymann et al., 2022). Für chronische entzündliche oder Stoffwechselerkrankungen ist ein Nutzen nicht belegt.

Da Adsorber auch Medikamente binden können, wird vor jeder Behandlung ärztlich geprüft, ob eine Indikation besteht und ob Medikamente angepasst werden müssen. Nutzen und Risiken – etwa im Zusammenhang mit dem Gefässzugang oder der Blutgerinnung – werden vorab mit Ihnen besprochen; die Behandlung erfolgt unter ärztlicher Überwachung.

Älteres Paar beim Spaziergang am Seeufer vor Bergkulisse

Sie können eine Beratung anfragen, sich an unseren Concierge wenden oder uns gerne per E-Mail oder Telefon kontaktieren.

Concierge kontaktieren

Heller Aufenthaltsbereich des Elysium Institut mit Sesseln, Bildschirm und Blumenarrangement