Therapeutische Plasmapherese
Was ist Therapeutische Plasmapherese?
Bei der therapeutischen Plasmapherese wird das Blut über einen geschlossenen Kreislauf ausserhalb des Körpers geleitet. Dabei wird das Plasma – der flüssige Anteil des Blutes – von den Blutzellen getrennt. Je nach Verfahren wird das Plasma anschliessend gefiltert, über spezielle Adsorber gereinigt oder durch eine Ersatzlösung ersetzt; die Blutzellen werden dem Körper wieder zugeführt.
Auf diese Weise lassen sich gezielt bestimmte Bestandteile aus dem Blut entfernen, zum Beispiel krankheitsauslösende Antikörper (Autoantikörper) oder Lipoproteine. Gut belegt ist der therapeutische Plasmaaustausch bei bestimmten Erkrankungen: Die Leitlinien der American Society for Apheresis (ASFA) stufen ihn etwa beim Guillain-Barré-Syndrom als Erstlinientherapie ein. Für viele andere Anwendungen ist die Evidenz begrenzt.
Erste kleinere Studien untersuchen den Plasmaaustausch auch im Zusammenhang mit Alterungsprozessen. Ein Nutzen für gesunde Menschen – etwa zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit – ist bisher nicht belegt. Eine solche Anwendung ist eine elektive Entscheidung, die eine sorgfältige ärztliche Aufklärung über Nutzen, Unsicherheiten und Risiken voraussetzt.
Im Elysium Institut wird vor jeder Behandlung ärztlich abgeklärt, ob eine Indikation besteht, welches Verfahren geeignet ist und ob Gegenanzeigen vorliegen. Während der Behandlung werden Sie ärztlich überwacht.
Sie können eine Beratung anfragen, sich an unseren Concierge wenden oder uns gerne per E-Mail oder Telefon kontaktieren.